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Über 120.000 Haushalte in den Kreisen Stormarn und Kreisherzogtum Lauenburg (dem Zuständigkeitsgebiet der AWSH) müssen seit März immer wieder mehrere Tage auf die Leerung ihrer Tonnen warten. Als wäre dies nicht ärgerlich genug, sorgt die Informationspolitik der AWSH für weiteren Frust. Hieß es dort anfangs, dass krankheitsbedingte Engpässe bzw. ein Fachkräftemangel für die verspäteten Leerungen verantwortlich seien und die Tonnen am nächsten oder spätestens übernächsten Tag nachgeholt würden - was nach unseren Erfahrungen in Nienwohld auch deutlich länger dauern konnte - bedurfte es erst der Recherchen von NDR und Abendblatt, um die wahren Gründe der Misere aufzudecken. Das von der AWSH beauftragte Subunternehmen zum Leeren der Tonnen soll seinen Angestellten so geringe Löhne zahlen, dass diese, sobald sich eine Gelegenheit bietet, den Arbeitgeber wechseln. Durch den hierdurch bedingten Personalmangel verschlechterten sich wiederum zusätzlich die Arbeitsbedingungen. So sollen die verbliebenen Kräfte immer wieder gezwungen sein, Überstunden und eine Sechstagewoche abzuleisten. Um eine weitere Verschärfung der Situation zu vermeiden, zahlt nun der AWSH dem Subunternehmen Lohnzuschläge für die dortigen Mitarbeiter. Für weitergehende Informationen kann man auf die Links zum Abendblatt oder dem NDR klicken.

